10/2021

nexpera SPOTLIGHT – Trends der Zukunft – Wandel im Bewerbungsverfahren (Teil I)

Digitalisierung ist schon lange kein Trend mehr. Vielmehr ist es eine Aufgabe der Führungskräfte, diese optimal in die Unternehmensstruktur zu integrieren – so auch in den Prozess des Bewerbungsverfahrens. Die vergangenen Jahren haben für das Recruiting und die Gewinnung von Mitarbeitern viele Veränderungen gebracht. Bedingt der Pandemie waren oftmals die normalen Rekrutierungsmethoden nicht möglich -Bewerbungsabläufe wurden zunehmend digital. Seither wird eine Vielzahl an zentralen Veränderungen im Zusammenhang mit Bewerbungsprozessen wahrgenommen. Doch was passiert auf der „Search & Matching“- sowie auf der „Application & Selection Process“-Seite?

Eine wesentliche Veränderung ist, dass bedingt der immer flexibler werdenden Arbeitsformen (remote oder hybrid work) der Pool an geeigneten Kandidat*innen bzw. Arbeitgebern maßgeblich vergrößert wird. Klar wird auch, dass sich Kandidat*innen eine noch automatisierteren und intelligenteren Ablauf der Jobsuche wünschen. Im Idealfall sollen Unternehmen sogar proaktiv auf sie zugehen und geeignete Jobangebote vorschlagen. Durch smarte digitale Tools kann das Matching zwischen Kandidat*innen und Unternehmen automatisiert werden. Gleichzeitig können zentrale Plattformen sowie selbstlernende künstliche Intelligenz den Kandidat*innen automatisiert passgenaue Jobvorschläge machen (aut. intelligentes Matching). Deutlich wird auch, dass Mitarbeiter eine immer größere Rolle im Rekrutierungsprozess spielen. Zunehmend fungieren sie als eine Art „Role Model“- sprich, sie repräsentieren das Unternehmen nach außen, informieren Interessenten aktiv über offene Vakanzen und legen die Mehrwerte des Arbeitgebers dar (Employer Branding).

Innerhalb des Bewerbungs- und Auswahlverfahrens findet ebenfalls ein starker Wandel statt, welcher gerade in den letzten zwei Jahren deutlich nach vorne getrieben wurde. Durch intelligente Software können Bewerbungsunterlagen schnell, effizient und smart erstellt werden. Dies ermöglicht Kandidat*innen, sich mit bereits vorhandenen digitalen Profilen direkt bei ihrem Wunsch-Arbeitgeber zu bewerben (Online-Profil-Bewerbung). Eine weitere wesentliche Veränderung ist die Integration von Videointerview-Lösungen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten bauten Unternehmen sowie Kandidat*innen immer mehr Vertrauen hinsichtlich der neuen Art der Kommunikation auf und erkannten die Vorteile. Zeit- und Kostenersparnis sowie die passgenaue Zusammenführung von Fachkraft und Arbeitgeber. Zudem wird deutlich, dass Soft Skills für Recruiter*innen und Führungskräfte immer mehr zu entscheidenden Auswahlkriterien werden, wenn es um den „Perfect Match“ mit einem/einer Kanditat*innen geht. Angesichts des bestehenden Fachkräftemangels rücken persönliche Werte, Eigenschaften und Einstellungen sowie soziale Kompetenzen immer mehr in den Vordergrund.

Klar wird, dass die Zukunft des Bewerbungsprozesses immer hybrider wird. Orts- und zeitungebunden wird der „Perfect-Match“ zwischen Kandidat*innen und Unternehmen auf ein neues Level gehoben. Virtuelle Gespräche, automatisiert erstellte Bewerbungsunterlagen sowie intelligent zusammengestellte Jobvorschläge. Innovative Recruiting-Technologien lassen die Möglichkeiten grenzenlos erscheinen.

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