12/2021

nexpera SPOTLIGHT – Die Berufswelt bis 2035 (Teil III)

Grundsätzlich lassen sich fünf wesentliche Tätigkeitstypen bzw. Tätigkeitskategorien festlegen. Hierfür werden alle Tätigkeiten zunächst in Routine- und Nicht-Routine-Tätigkeiten differenziert. Unter Routine-Tätigkeiten versteht man Tätigkeiten, die in ihrem Ablauf meist gleichbleibend sind und sich demnach einfacher automatisieren lassen. Arbeitsabläufe von Nicht-Routine-Aufgaben variierenden hingegen sehr und sind somit deutlich schwieriger zu automatisieren. In Teil I und Teil II unserer Spotlight-Reihe zum Thema „Die Berufswelt bis 2035“ haben wir Ihnen bereits die „Jobs der Zukunft“ aufgezeigt und erläutert. Hier bekommen Sie vorab einen genaueren Einblick, welche Berufe bis 2035 in ihrer Nachfrage deutliche steigen werden.

Durchschnittlich weisen die Jobs der Zukunft nur einen halb so großen Anteil an Routine-Tätigkeiten als die anderer Berufsgruppen auf. Somit liegt ihre durchschnittliche Automatisierbarkeit bei gerade einmal 26 Prozent. Andere Berufe hingegen lassen sich um bis zu 42 Prozent automatisieren. Daraus lässt sich schließen, dass die Nachfrage nach Nicht-Routine-Tätigkeiten in naher Zukunft deutlich steigen wird, wohingegen Berufe mit wiederholenden Tätigkeiten eine deutlich geringere Nachfrage aufweisen.

Auf zweiter Ebene geht es um die explizite Anforderung an eine Tätigkeit. Somit wird unterschieden, ob die zu verrichtende Tätigkeit eher manuell, kognitiv, interaktiv oder analytisch ist. Handelt es sich um eine manuelle Tätigkeit, kann diese sowohl nicht-routiniert (z.B. Reparatur von Maschinen), als auch routiniert (z.B. Kontrolle von Maschinen) sein. Kognitive Aufgaben werden allerdings nur den Routine-Tätigkeiten zugeteilt (z.B. Kalkulation und Buchhaltung). Analytische Aufgabenbereiche (z.B. Forschung) und Interaktive Tätigkeiten (z.B. Management) werden wiederum den Nicht-Routine-Tätigkeiten zugeordnet.

Doch wie hoch ist der Anteil dieser fünf Tätigkeitstypen bei den „Jobs der Zukunft“? Diese bestehen zu zwei Drittel (66 Prozent) aus abwechslungsreichen, interaktiven sowie analytischen Tätigkeiten. Wie bereits in den vorherigen Ausgaben dieser Spotlight-Reihe erwähnt, wird der Anspruch an kreatives und strategisches Denkvermögen in naher Zukunft immer wichtiger, weshalb vor allem in Berufe des Gesundheitssektors, der Lehre sowie der Unternehmensführung ein deutlicher Zuwachs erwartet wird. Andere Berufe sind hingegen nur zu knapp einem Drittel (29 Prozent) nicht-routiniert, analytisch und interaktiv.

Zudem wird klar, dass bei den Jobs der Zukunft eine deutlich höhere Expertise und Spezialisierung erwartet wird. Laut Bundesagentur für Arbeit weisen die Jobs der Zukunft einen fünfzigprozentigen Anteil von Berufen mit akademischen oder ähnlichen Qualifikationen auf. Damit ist der Akademiker-Anteil drei mal so hoch wie der der Berufe mit sinkender Nachfrage und erhöhter Automatisierbarkeit. Auffällig ist auch, dass der Anteil an Berufen, welche ein Studium (meist vier Jahre) voraussetzen, bei den Jobs der Zukunft bei einem Drittel liegt. Dieser Anteil ist um das fünffache höher als bei den anderen Berufen (nur knapp sechs Prozent). Die in Zukunft vermehrt gefragten und nur gering substituierbaren Berufe weisen somit einen deutlich höheren Anteil von Experten und Spezialisten auf. Als Beispiel kann hier die Berufsgruppe an MINT-Experten genannt werden, welche bis 2035 um 16 Prozent ansteigen wird.

Insgesamt können drei wesentliche Punkte festgehalten werden. Erstens: Die Jobs der Zukunft sind interaktiv – die menschliche Kommunikation sowie das Aufbringen von Empathie und Zusammenhalt wird immer wichtiger. Zweitens: Die Jobs der Zukunft sind abwechslungsreich. Kreatives und analytisches Denkvermögen ist gefragter denn je. Drittens: Jobs der Zukunft fordern ein breites Wissensspektrum. Eine gute akademische Qualifikationen sowie eine vertiefte Spezialisierungen wird langfristig immer mehr ins Zentrum der Berufswelt rücken.

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