08/2022

nexpera SPOTLIGHT – Unternehmen in der Retentionskrise (Teil II)

Unternehmen wurden pandemiebedingt auf ihre Adaptionsfähigkeit getestet und ihr vereinzeltes Scheitern resultiert nun für die meisten Unternehmen in einer Retentionskrise. Mitarbeitende verlassen vermehrt ihr Unternehmen und das Personal, welches noch bestehend ist, hält bereits Ausschau nach neuen Positionen. Doch was können Unternehmen tun, um ihre Mitarbeiter in der Retentionskrise zu binden?

Verlässt ein Mitarbeiter eigenständig ein Unternehmen, so muss die offene Stelle in den meisten Fälle neu besetzt werden. Außerplanmäße offene Vakanzen bedeuten für Unternehmen immer eine Erschöpfung der monetären Ressourcen und äußern sich ebenso in Personalkosten, welche für die Rekrutierung aufkommen. Geschätzt wird, dass es ein Unternehmen ca. 30 Prozent des Jahresgehaltes der offenen Stelle kostet, diese erneut zu besetzten. Dabei ist der Kostenaspekt nicht der einzige Grund, weshalb Mitarbeiterkündigungen für Unternehmen Schwierigkeiten darstellen. Die Resignation eines Mitarbeiters resultiert in einer internen Wissenslücke, welche das Unternehmen rasant wieder regenerieren muss, da diese zu Einkommenseinbußen führt. Ebenso löst der Wechsel an Ansprechpartnern in Kunden ein gewisses Misstrauen aus, welches Unternehmen schnellstmöglich wieder zurückgewinnen müssen.

Unternehmen obliegt es also, Anstalten zu machen, um ihr Personal zu binden und die Risiken zur Resignation so gut wie möglich zu minimieren. Dabei ist es von hoher Relevanz, das kollektive, interne Zusammengehörigkeitsgefühl zu steigern, um dem Personal ein „Wir-Gefühl“ zu vermitteln. Mitarbeitende legen größen Wert auf die Einbindung ihrer Gefühle und Meinungen und möchten von ihrem Arbeitgeber gehört und verstanden werden. Ihnen ist es wichtig, dass ihre Erfolge gefeiert und sie individuell wertgeschätzt werden. Das individuelle Zelebrieren und Wertschätzen gilt als einer der wichtigsten Faktoren in der Mitarbeiterbindung, da diese dadurch das Gefühl vermittelt bekommen, ein wichtiger Teil des Unternehmens zu sein und einen wichtigen Part zum Erfolg dessen beisteuern. Hat ein Mitarbeiter das Gefühl von Vertrauen und Wertschätzung, so steigert es die Motivation und die Bindung an das Unternehmen. Dadurch kann die Produktivität und die emotionale Bindung des Mitarbeiters an das Unternehmen gefestigt werden.

Umso wichtiger ist es, den Grundbaustein für die erfolgreiche Umsetzung in der Schulung der Führungskräfte zu legen. Denn sie bilden die wichtigsten Vermittler der Unternehmenswerte und sind Botschafter der Unternehmenskultur. Durch Schulungen und Coachings kann die Führungsebene für die Vermittlung von Wertschätzung sensibilisiert werden. Wird das gelernte Wissen erfolgreich in der Praxis implementiert, kann es zu einer steigenden Mitarbeiterzufriedenheit führen. Nur durch die Erzielung dieser können Unternehmen von der Great Resignation wegkommen.

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