08/2025

Employee Benefits Jungle: wachsende Erwartungen

Employee Benefits Jungle: Komplexes Angebot trifft wachsende Erwartungen

Die genannten Ergebnisse und Daten stammen aus Roland Berger Studien.

Die Ergebnisse als Infografik

Die Ergebnisse im Überblick

In Deutschland bestehen Mitarbeiterangebote aus zwei wesentlichen Bausteinen: einerseits den gesetzlich verankerten Pflichtleistungen und andererseits einem wachsenden Feld freiwilliger Benefits. Während erstere gesetzlich klar geregelt sind, gelten letztere als entscheidend für die Arbeitgebermarke sowie die langfristige Mitarbeiterbindung. Allerdings erschwert ihre Vielfalt die Entscheidungsfindung im HR-Bereich erheblich, da eine fundierte Bewertung der jeweiligen Wirksamkeit oft fehlt.

Bestandteile des Benefit-Dschungels – Freiwillige Zusatzleistungen

Roland Berger identifiziert sechs Kategorien:

  1. Meals & Food (z. B. Essenszuschüsse, Sachbezüge bis EUR 50)

  2. Mobilität (Bike- und Car-Leasing, E‑Mobility)

  3. Health & Wellbeing (Corporate Fitness, mentale Gesundheit, EAPs)

  4. Financial Health (betriebliche Altersvorsorge, Spar‑ und Rabattplattformen)

  5. Gifts in Kind

  6. Sonstige Benefits

 

Anbieter wie Jobrad (Bike-Leasing), Urban Sports Club oder EdenRed (Food) dominieren zwar einzelne Segmente, doch die Diversifizierung durch spezialisierte Plattformanbieter nimmt deutlich zu. Insbesondere weil der Markt durch hohe Investitionen dynamischer wird, entstehen laufend neue Angebote, was wiederum die Vergleichbarkeit für Unternehmen zusätzlich erschwert.

Steuervorteile, aber Transparenzmangel

Zudem kennen viele HR-Verantwortliche die steuerlichen Begünstigungen nicht in ausreichendem Maße. Dazu zählen beispielsweise steuerfreie Sachbezüge bis EUR 50 monatlich, Gesundheitsmaßnahmen bis EUR 600 jährlich sowie Essenszuschüsse. Gerade weil diese Rahmenbedingungen häufig unklar bleiben, erhöht sich die Komplexität in der Auswahl und Kommunikation geeigneter Benefits erheblich.

Erwartungen der Mitarbeitenden & Markttrends

  • Über 70 % der deutschen Angestellten legen Wert auf attraktivere Benefits als Teil des Arbeitgebermarks und nicht bloß auf Gehalt.

  • Laut einer aktuellen Studie sind etwa 88 % der Unternehmen in Deutschland 2025 hybrid arbeitende, flankiert von sozialen Events (73 %), Weiterbildung (62 %), Gesundheitsangeboten (bis 51 %) und Pensionszubesserungen (48 %).

Handlungsempfehlungen für HR‑Verantwortliche

  • Systematische Segmentierung: Benefits klar in gesetzlich, steuerlich gefördert, freiwillig strukturiert aufbereiten.

  • Stakeholder‑Analyse: Nutzen, Kosten, Attraktivität und Bekanntheitsgrad (z. B. Jobrad, Urban Sports Club) gegenüberstellen.

  • Transparenz schaffen: Aufklärung zur steuerlichen Behandlung und internen Kommunikation stärken.

  • Digitale Plattformen nutzen: Multi-Benefit-Plattformen effizient einsetzen, um Komplexität zu senken und Deckungslücken zu schließen.

  • Monitoring & Anpassung: Kontinuierliche Befragungen zur Relevanz einzelner Benefits – um Budget & Wirkung optimal zu steuern.

Karriereimpulse zu Human Resources