10/2021

Hyperautomation – Die nächste Ära der Prozessautomatisierung?

Hyperautomation als Mittel zur digitalen Transformation.

In dieser „nexpera Insights“ veranschaulichen wir Ihnen die End-to-End-Automatisierung Hyperautomation und wie sich diese von der einfachen Automatisierung (RPA) unterscheidet.

Wenn Sie vorab mehr über Robotic Process Automation (RPA) wissen möchten, lesen Sie gerne unsere Insights „Welche Vorteile bietet Robotic Process Automation (RPA) im Controlling?“ und „Welche Rollen und Kompetenzen benötigt Ihr Team für einen unternehmensweiten RPA-Erfolg?“.

Die Ergebnisse als Infografik

Die Ergebnisse im Überblick

Mit Einführung der intelligenten Softwaretechnologie „Robotic Process Automation (RPA)“ im Jahr 2012 setzen immer mehr Unternehmen auf programmierbare Softwareroboter (Bots) innerhalb ihrer Prozessabläufe. RPA erfordert keine tiefe Integration in unterschiedliche Systemwelten, sodass RPA zu einem Kerninstrument einer jeder Automatisierungsstrategie wurde. Ohne bereits bestehende Anwendungen verändern zu müssen, konnten neben der Automatisierung von Prozessen die Kosten des Unternehmens gesenkt werden. Nach dem großen Hype stellte sich für viele Anwender die Frage nach der nächsten Evolutionsstufe von RPA.

Blickt man auf die neusten IT-Trends von Gartner, ein US-amerikanisches Forschungsunternehmen, ist der nächste evolutionäre Schritt der Schritt in die sogenannte Hyperautomation. Es beschreibt die Verzahnung bzw. Kombination unterschiedlichster RPA-Tools, intelligenten Automatisierungslösungen und künstlicher Intelligenz (Machine Learning). Sprich, die Fähigkeiten von „Softwarerobotern“ und klassischen Prozess-Automatisierungslösungen werden durch KI-gestützte Komponenten ergänzt. Durch die Verbindung verschiedener Werkzeuge wie RPA, Machine Learning und KI ist es also möglich, dass nicht nur repetitive Tätigkeiten automatisiert werden können, sondern auch diese, die vormals den Input des menschlichen Verstandes erfordert haben (komplexe Geschäftsprozesse).

Der Prozess von der einfachen Automatisierung bis hin zu Hyperautomation findet laut Gartner auf drei Ebenen statt. Auf der ersten Ebene „Task Automation“ werden zunächst einfache, regelbasierte Aufgaben automatisiert, wie beispielsweise das Pflegen von Stammdaten. Auf der zweiten Ebene „Process Automation“ werden Prozesse oder Workflows automatisch abgearbeitet. In der obersten und dritten Ebene „Business Automation“ findet die Verknüpfung von automatisierten Prozessen mit Business-Themen statt. Hier spielt der Einsatz von KI und Machine Learning eine große Rolle. Im Wesentlichen spricht Gartner von drei Schritten auf dem Weg zu Hyperautomation: Geschäftliches Ziel definieren, Prozess optimieren sowie Auswahl und Kombination entsprechender Tools und Technologien. Wurden diese drei Schritte durchlaufen, ist es wichtig, sich die geeigneten Hard- und Soft-Skills anzueignen, Kapazitäten zu schaffen und Kompetenzrollen aufzubauen. Zudem ist die Entwicklung einer flexiblen technischen Betriebsplattform für intelligente Bots notwendig, denn die Grundlage für die Anwendung von RPA und KI ist immer eine geeignete infrastrukturelle Basis.

Hyperautomation sorgt nicht nur für die Automatisierung komplexer Arbeiten, sondern beschleunigt diese auch. Denn durch die Aufwertung von RPA durch KI entsteht eine „Digital Workforce“. Die Leistung der Mitarbeiter wird gesteigert, Kosten werden gesenkt. Gartner sagt eine Senkung der Betriebskosten um bis zu 30 Prozent voraus. Hyperautomation sorgt für die Aufdeckung bisher unzugänglicher Daten und Prozesse. Hierdurch entsteht ein weiterer einzigartiger Vorteil: Die Schaffung eines „digitalen Zwillings“ der Organisation (DTO). Hierdurch werden bislang nicht greifbare Wechselwirkungen zwischen Leistungskennzahlen, Funktionen und Prozesse sichtbar.

Gerade während der Corona-Krise hat sich gezeigt, dass jedes  Unternehmen alle verfügbaren Ansätze zur Automation ausnutzen muss. Von der klassischen IT-Automation bis hin zum Einsatz intelligenter Roboter – das Spektrum ist breit. Vor allem während der aktuellen Pandemiezeit leisten diese Ansätze nicht nur einen deutlichen Beitrag im Bezug auf die Effizienzsteigerung, sondern sorgt auch für eine Widerstandsfähigkeiten seitens der Unternehmen in wirtschaftlich schwierigen Zeiten.

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