09/2021

Wie wirkt sich die (beschleunigte) Digitalisierung langfristig auf unser Klima aus?

Blick in die Zukunft

In dieser „nexpera Insights“ zeigen wir Ihnen die Langzeit-Auswirkungen der beschleunigten Digitalisierung auf den Klima- und Umweltschutz auf.

Die Ergebnisse basieren auf dem jährlichen Bitkom-Research, innerhalb welcher über 750 Unternehmen zum Thema „Klimaeffekte der Digitalisierung“ befragt wurden.

Die Ergebnisse als Infografik

Die Ergebnisse im Überblick

Klimawandel und Nachhaltigkeit – Themen, die immer mehr in den Fokus der Politik, Unternehmen und Gesellschaft rücken. Als eine führende Industrienation trägt vor allem Deutschland eine besonders große Verantwortung für den weltweiten Klimawandel. Das langfristige Klimaziel der Bundesregierung ist es, im Jahr 2030 mindestens 55 Prozent weniger Treibhausgase im Vergleich zum Jahr 1990 auszustoßen. Mit Hilfe digitaler Technologien soll der Weg bis zum Klimaziel 2030 unterstützt werden. Denn Fakt ist – die Digitalisierung ist ein entscheidender Hebel für den Klimaschutz.

Innerhalb des Bitkom-Research 2020 (Befragung unter > 750 Unternehmen) wurden aufgrund dessen zwei Szenarien für das Jahr 2030 entwickelt. Zum einen das Szenario der „moderaten Digitalisierung“, zum anderen das Szenario der „beschleunigten Digitalisierung“. Beim Szenario der moderate Digitalisierung wird sich das Tempo der Einführung und Verbreitung digitaler Technologien weiterhin so wie in den vergangenen 5 bis 10 Jahren verhält. Durch entsprechende politische Anreize zieht das Tempo der Einführung, Verbreitung und Nutzung digitaler Technologien allerdings deutlich an (beschleunigte Digitalisierung). Hier spricht man vom Szenario der beschleunigten Digitalisierung.

Mit Blick auf die zukünftigen Veränderungen bedingt durch den Klimawandel sehen sich somit immer mehr deutsche Unternehmen in der Verantwortung, aktiv am Klimaziel beizutragen. Knapp 80 Prozent der befragten Unternehmen erkennen hier immer mehr die Chance der (beschleunigten) Digitalisierung zur Bewältigung des Klimawandels. Digitaler Technologien kommen vor allem in den vier Anwendungsbereichen Fertigung, Mobilität, Arbeit und Gebäude zum Einsatz. Die größten Potenziale gibt es allerdings in der industriellen Fertigung und in der Mobilität. Durch den verstärkten Einsatz erneuerbarer Energie innerhalb dieser Anwendungsfelder können Unternehmen aktiv an der Reduzierung des CO2-Fußabdrucks beitragen. Denn alleine in den vier aufgezeigten Anwendungsfeldern kann die beschleunigte Digitalisierung fast die Hälfte der bis 2030 nötigen CO2-Einsparungen erzielen.

Die Umstellung auf digitale Technologien wirkt sich allerdings nicht nur positiv auf den Umwelt- und Klimaschutz aus. Mit Blick in die Zukunft wird deutlich, dass der Einsatz digitaler Methoden für eine verbesserte Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft sorgt. Eine gezielte Flankierung durch die Politik sowie ein entscheidendes Handeln und Umdenken der Entscheidungsträger an der Unternehmensspitze ist das, was nötig ist. Denn das langfristige Ziel ist klar: Die Vereinbarung von Wirtschaftswachstum und Klimaschutz.

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