08/2021

Aus diesen Gründen brechen Kandidaten einen Bewerbungsprozess ab

Was Sie als Unternehmen wissen sollen

In dieser „nexpera Insights“ zeigen wir Ihnen die Top die Beweggründe der Kandidaten auf, einen Bewerbungsprozess abzubrechen.

Die Ergebnisse basieren auf einer extern durchgeführten Befragung unter > 6.500 Jobsuchende.

Die Ergebnisse als Infografik

Die Ergebnisse im Überblick

Die Erfahrungen, die ein Kandidat innerhalb eines Bewerbungsverfahrens mit seinem potentiellen Arbeitgeber macht, ist ausschlaggebend für eine Entscheidung für das Unternehmen, für eine Weiterempfehlung oder auch für eine erneute Bewerbung. Um eine möglichst gute Candidate Experience zu schaffen, sollten Unternehmen den Recruiting-Prozess zu einem positiven Erlebnis machen. Denn klar ist – werden die Erwartungen des Bewerbers erreicht oder sogar übertroffen, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sich dieser für das Unternehmen entscheidet.

Es ist kein Geheimnis, dass Bewerber heutzutage im Bewerbungsprozess abspringen. Denn nicht nur die Erwartungshaltung seitens der Arbeitgeber ist hoch. Auch die Bewerber haben gewisse Vorstellungen, Wünsche und Anforderungen. Innerhalb einer extern durchgeführten Befragung unter über 6.500 Kandidaten, welche sich zu dem Zeitpunkt der Befragung auf eine neue Stelle beworben haben, wird deutlich, was die Kandidaten dazu bewegt, ein Bewerbungsverfahren abzubrechen.

Gerade in der aktuellen Zeit ist es wichtig, ein Bewerbungsverfahren möglichst einfach, transparent und klar strukturiert zu gestalten. Ein umständlicher Prozess sorgt bei über der Hälfte (56 Prozent) für einen Abbruch der Bewerbung.

Auf dem zweiten Platz steht die zu langsame Reaktion des Unternehmens auf eine Bewerbung. Der Prozess zwischen Bewerbungseingang, Rückmeldung und Terminfindung sollte demnach so kurz wie möglich gehalten werden. So bleibt die Spannungskurve sowie das Interesse des Kandidaten hoch und sie empfinden eine höhere Wertschätzung. Unternehmen können sich so einen enormen Wettbewerbsvorteil gegenüber der Konkurrenz verschaffen.

Neben dem Faktor Schnelligkeit und Transparenz steht die Verkörperung des Unternehmens nach Außen stark im Vordergrund. Vertreter des Unternehmens, in diesem Fall die Mitarbeiter der HR-Abteilung, haben großen Einfluss auf das Bewerbungsverfahren. Ca. 42 Prozent der 6.500 Befragten geben an, dass ein unsympathisches Auftreten dieser Vertreter ein weiterer Grund sein könnte, ein Bewerbungsprozess abzubrechen und sich gegen eine bestimmte Position zu entscheiden.

Bei einer zu ungenauen oder schlechten Stellenanzeige, welche bei einem Bewerber für Unklarheit sorgt, kommt es laut knapp 16,3 Prozent der Befragten nicht zu einem weiteren Schritt innerhalb des Prozesses. Auch fehlende mobile Bewerbungsmöglichkeiten werden stark kritisiert und als Grund genannt (knapp 9 Prozent). Das digitale Rekrutieren sollte spätestens jetzt in allen Unternehmen fest verankert sein und den potentiellen Kandidaten zur Verfügung stehen.

Als Unternehmen sollten Sie sich immer folgende drei Fragen stellen: Wer sind die Kandidaten, die abspringen? Warum springen diese Kandidaten ab? Und was können sie vornehmen, um dies zu verhindern? Denn der Schlüssel zum Erfolg ist eine kontinuierliche Verbesserung des Rekrutierungsprozesses.

Karriereimpulse zu Human Resources